Muss es immer ein Welpe sein?   
 
 
Sie sehen bei einem Züchter, im Tierheim oder auch im Fernsehen einen oder mehrere Welpen. Natürlich sind diese kleinen Racker süß, wenn sie ihre kleine Welt erkunden, wenn sie umherlaufen und alles abschnuppern, wenn sie auf ihrem Schlafplatz liegen oder miteinander spielen.
 
Diese kleinen Welpen öffnen binnen Sekunden eine Tür zu den Herzen der meisten Menschen. In diesem Moment wird kein Gedanke daran verschwendet, dass genau diese kleinen Kerle auch mal ihr Geschäft in der Wohnung verrichten, oder diese kleine Süße kaut am teuren Mobiliar. Die süßen Kleinen schlafen auch nicht selbstverständlich die Nacht über durch! Sind Sie bereit mitten in der Nacht mehrmals mit dem Welpen vor die Tür gehen? Ihr Welpe ist nämlich nicht von Geburt an stubenrein! Ich möchte jetzt keine Angst davor machen sich einen Welpen zuzulegen. Aber es gibt vieles das man sich vor der Anschaffung eines Welpen überlegen sollte. Diese kleinen Kerle und Mädels müssen noch viel lernen. Von den Menschen wird dann Zeit und Geduld abverlangt. Können Sie diese Zeit und Geduld wirklich aufbringen? Sie sollten vor der Anschaffung eines Welpen darüber mal genau nachdenken, ob Sie sich wirklich im klaren sind, dass so ein kleines süsses Kerlchen das erste Jahr seines Lebens ganz besonders viel Aufmerksamkeit braucht.
 
Damit aber noch nicht genug, diese kleinen bleiben nicht so klein. Sie werden größer und älter. Wenn dann in der Erziehung noch etwas versäumt wurde (gerade in der Prägephase), dann haben Sie vielleicht nicht den Hund den Sie gerne hätten. Was dann... ja was dann... wenn sie das herausfinden möchten, dann schauen sie doch mal im Tierheim in Ihrer Nähe vorbei. Die Tierschützer dort werden Ihnen diese Frage schnell beantworten können. Urplötzlich sind aus diesen kleinen Welpen gefährliche Hunde geworden. Oder der Vermieter verbietet ganz plötzlich die Hundehaltung. Noch so ein Klassiker ist dann eine ganz plötzliche Allergie der Hundehalter. Natürlich sind das Ausflüchte um diese Tiere loszuwerden. Womit ich nicht sagen möchte, das es solche Fälle nicht tatsächlich gibt, aber ich glaube es gehen sehr selten Menschen ins Tierheim, um ihren Vierbeiner dort abzugeben mit der Aussage, dass dieser Hund das Opfer einer unüberlegten Anschaffung war!!! Nein, diese Ausflüchte sind dann bequemer. Muss es denn wirklich erst so weit kommen?


 
 
 
Erwachsene Hunde haben durchaus ihre Vorzüge!
 
Vieles kennen diese Hunde schon, sie müssen in der Regel nicht mehr so viel lernen (Stubenreinheit etc.). Im allgemeinen ist ein Hund ruhiger je älter er ist. Gerade auch ältere Menschen werden dies eventuell schnell zu schätzen wissen. Oftmals sind erwachsene Hunde auch ausgeglichener als ihre jüngeren Artgenossen, sie können auch schonmal ein paar Stunden alleine gelassen werden, des weiteren ist bei einem erwachsenen Hund die Persönlichkeit schon ausgeprägt, das hat zum Vorteil das sie gut einschätzbar sind. Zum einen im Punkt Dominanz/Ängstlichkeit, aber auch im Punkt Verträglichkeit mit Artgenossen, Kindern, Katzen.

Bei spanischen Hunden überwiegt allerdings eine Ängstlichkeit, da sie in den meisten Fällen eher die Schattenseiten eines Hundelebens kennen. Ein vertrautes Zuhause, Streicheleinheiten und regelmäßiges Futter kennen sie im Grunde gar nicht. Gerade solche Hunde sind daher aussergewöhnlich dankbar und glücklich, wenn sie ein gutes neues Zuhause finden, das hören wir immer wieder von  Tierfreunden, die gerade einen dieser schon etwas "älteren" Hunde aufgenommen haben. Oder ist ein ein- bis zweijähriger Hund in Ihren Augen bereits ein "alter Hund" ?!