Die Tierschutzarbeit in Spanien    



Viele deutsche Tierschützer leisten ihre Tierschutzarbeit in Spanien. Dies hat natürlich besondere Gründe.
Zum einen liegt es an dem Umgang der Einheimischen mit Tieren (vor allem Hunden und Katzen). Zum anderen auch wegen der dortigen Auffassung von Tierschutz.

Die Ursachen dieses Tierelends sind vielschichtig, z. B. können viele Hunde, die in spanischen Familien leben, frei herumlaufen. Da Kastrationen in Spanien unpopulär sind, können sich die Hunde stark vermehren. Der unerwünschte Nachwuchs lebt halbwild in der Nähe von Menschen, aber auch auf Müllhalden oder sie werden einfach irgendwo angebunden, sich ihrem Schicksal selbst überlassen. Viele Touristen haben Mitleid und füttern die streunenden Hunde. Man fürchtet in den Touristenregionen Spaniens, dass der Anblick zu vieler hungriger Straßenhunde Touristen vergraulen könnte. Deshalb werden sie regelmäßig von der Polizei eingefangen und in die Perreras (Hundeauffanglager) gebracht. Dort bleiben die Hunde in der Regel 21 Tage. Nicht immer werden die Hunde mit ausreichend Futter und Wasser versorgt. Auch kommt es häufig unter den Hunden zu Kannibalismus, durch Überfüllung und Hunger. Wenn die Hunde innerhalb der 21 Tage nicht abgeholt werden, ist ihr Schicksal besiegelt. Sie werden getötet. Nur wenige Gemeinden nutzen die Möglichkeit, Hunde an Tierschutzvereine vor Ort abzugeben.

AYUDA-Tierschutz hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Hunden zu helfen und sie nach Deutschland in gute Hände zu vermitteln. Die weitaus größte Arbeit findet aber in Spanien statt.

Auf dem Foto ist der Stand von AYUDA-Tierschutz (unter einem grossen Gummibaum) zu sehen, den unsere Frau Less jeden Montag auf dem Wochenmarkt in Torrox-Costa betreibt. Sie ist mit ihren beiden Podencos vor dem Stand zu sehen.
Dort werden Sachspenden in Flohmarktmanier verkauft, denn jeder Euro hilft, aber auch Tierfreunde mit der Arbeit von AYUDA bekannt gemacht, Kontakte geknüpft und z.B. Flugpaten rekrutiert, oder auch Pflegestellen. Manchmal wird auch einfach ein Hund abgegeben, der "gefunden" wurde.

 


 

Die von uns gefundenen Tiere kommen überwiegend aus dem Küstenabschnitt von Nerja bis Torre del Mar, unsere Helgard Less wohnt in El Morche, das ist ungefähr in der Mitte. Viele Tiere kommen auch aus den Bergen, dem Hinterland dieses Küstenabschnittes, überwiegend aus der Gegend von Frigiliana, über Competa bis nach Algarrobo und Velez-Malaga.
Das Ganze Gebiet befindet sich ca. 60-80 km östlich von Malaga.