Wohin fliesst die Schutzgebühr ?    


Wir möchten hier noch etwas ausführlicher darauf eingehen, wie sich die von uns geforderten Schutzgebühren im einzelnen zusammensetzen bzw. wofür das eingenommene Geld ausgegeben wird. Es ist uns sehr wichtig, dies alles einmal darzulegen, da man doch in letzter Zeit gehäuft Ansichten hören muss, die in den Raum stellen, dass Initiativen wie die unsere sich an diesem Geld bereichern könnten! WIR BEREICHERN UNS NICHT, wir selbst steuern alle Monat für Monat einen nicht unerheblichen Betrag bei, und zwar sowohl Finanzen als auch Freizeit, um unsere Aufgaben im Interesse der Tiere erfüllen zu können.

Der Betrag der Schutzgebühr wird von uns wie folgt verwendet:

Da sind zunächst einmal die Ausgaben in Spanien für Tierarzt, Futter und ggf. Pflegekosten in einer Pflegefamilie, da wir dort kein eigenes Gelände haben und Frau Less nur eine Wohnung hat, in der sie nur begrenzt Tiere aufnehmen kann, meist sind das Welpen.

Kosten für die Erstuntersuchung:                                                                        15 €
Kosten für Mikrochip                                                                                        30 €
Kosten für Erstimpfung                                                                                      20 €
Kosten für Test Ehrlichose, Herzwürmer, Borreliose u. Leishmaniose                  47 €
Kosten für Impfpass                                                                                            6 €
Kosten für Kastration Rüde                                                                               90 €
Kosten  für Kastration Hündin                                                                         135 €
Kosten für Flug                                           je nach Fluggesellschaft zw. 25 und 70 €        
 
So entstehen alleine für einen kastrierten Rüden Kosten für Tierarzt und Flug von ca. 250 €, für eine Hündin an die 300 € !

Hinzu kommen Kosten für Futter und, falls Unterbringung in einer Pflegefamilie oder in einer Hundepension, 8 € pro Aufenthaltstag. Kosten für die Fahrten zum Flughafen Malaga (hin und zurück ca. 130 km) sowie Kosten von Frau Passenheim zum Flughafen Hamburg und Kosten für Telefon, Fax, Internet sind darin nicht enthalten, sie werden privat von uns übernommen. Auch die Benzinkosten für die Vorkontrollen übernehmen wir selbst.

Unsere „Einnahmequelle“ sind die begehrten Welpen. Wenn wir sie nicht hätten, könnten wir vor Ort keinerlei Tierschutz mehr betreiben, da wir fast keine Spenden einnehmen und ausschließlich alle Kosten von den Schutzgebühren bestreiten müssen.

Nicht alle unsere Findlinge sind gesund, häufig entstehen horrende Tierarzt-Zusatzkosten, wir stehen dann vor der Frage: Einschläfern oder behandeln lassen und bezahlen. Viele, vor allem englische Tierschutzorganisationen vor Ort beantworten diese Fragen mit ersterem, wir hingegen versuchen eigentlich immer zu kämpfen und Leben zu retten. Wenn OP`s nötig werden in der Klinik in Malaga, dann sind wir mit mindestens 450  € dabei, hinzu kommen Voruntersuchungen und Behandlungen beim örtlichen Tierarzt, die vorausgehen. Wir hatten gerade in den letzten 5 Monaten alleine 3 solcher Operationen. Wir sind dann glücklich, wenn wir auch für solche Tiere ein gutes Zuhause finden und können diese Kosten nicht auf die neuen Besitzer „abwälzen“, diese Kosten tragen wir.

Auch für Tiere, die z.B. Leishmaniose positiv getestet wurden und die Medikamente brauchen, geben wir finanzielle Unterstützung. Wir haben einen 9 Jahre alten kranken Pointer vermittelt, inzwischen ist er 11 Jahre und freut sich seines Lebens, er kostete uns in den letzten 3 Monaten über 400 € für Arzt und Medikamente.

Und last but not least, die Katzen. Wir nehmen nur Katzen auf, die an dem Platz an dem sie gefunden werden, keinerlei Überlebenschancen haben, in der Regel sind sie krank, müssen stündlich behandelt werden und man kann sie nach der Genesung nicht wieder zurücksetzen auf die Strasse. Diese Katzen kosten sehr viel Geld und bringen uns k e i n e r l e i  Einnahmen. Unsere Helgard arbeitet diesbezüglich mit einer Frau in Bald Oldesloe zusammen, die oft Katzen aufnimmt und sie für sie vermittelt.

Wir vermitteln auf unserer HP allerdings auch die Katzen von Privatpersonen aus Spanien, die sich an uns wenden und um Vermittlungshilfe bitten. Auch die Tiere einer befreundeten Tierschützerin aus HH geben wir die Möglichkeit, die Tiere im Internet vorzustellen. Mit diesen Schutzgebühren und deren Vermittlungen haben wir nichts zu tun.

Was den Katzentierschutz angeht, bemühen wir uns verstärkt vor Ort in Andalusien, die Katzen ganzer Strandabschnitte nach und nach einzufangen, kastrieren zu lassen und sie dann wieder an ihren Ort zurückzubringen. Außerdem füttern wir Nacht für Nacht ca. 60 wilde Katzen und 12 wilde Hunde, die nur nachts auftauchen.

Zu unserer Tierschutzarbeit gehört auch, Spanier zu überreden, ihre Hunde von uns kastrieren zu lassen, natürlich auf unsere Kosten, und auch ihre kranken Tiere von uns behandeln zu lassen.

Nicht zu vergessen sind auch die Kosten für Anzeigen in den örtlichen Zeitungen für Menschen, die keinen Internetzugang haben und sich ein Tier wünschen.
All diese Kosten müssen wir bestreiten von den vielleicht 100€, die uns im Schnitt nach der Vermittlung eines Welpen übrigbleiben.
Die ganze geschilderte Arbeit in Spanien wird fast ausschließlich von Frau Less, unter Aufgabe jeglicher Lebensqualität gemacht, sie ist krank und wir wissen nicht, wie lange sie noch zur Verfügung steht.

Für nun noch offene Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!