Auch Leonie hat eine Patin
gefunden: 
Leonie`s Tagebuch
Nachdem Leonie Anfang 2007
in Spanien von Helgard von der Strasse geholt wurde, hat es eine ganze
Weile gedauert, bis sich was tat.
Doch dann tauchte Fr. Dose auf, die Leonie in Pflege nehmen wollte. Uns
ist es besonders wichtig, dass gerade die in Spanien Leishmaniose pos.
Hunde hier in Deutschland schnell ein Zuhause oder eine Pflegestelle
finden, dass wir hier alle nötigen Untersuchungen durchführen
lassen können, um diesen Tieren möglichst schnell zu helfen.
Die Chancen L+ Hunde zu vermitteln sind sehr gering, da machen wir uns
nichts vor. Daher unterstützen wir von Ayuda die Menschen
finanziell, die sich bewusst für einen solchen Hund entscheiden.
Auch diese Hunde sollen Leben und nicht nur mal eben prophylaktisch mit
Allopurinol behandelt werden, wie wir das leider immer wieder
hören und
lesen.
Mit Hilfe des Leishmaniose-Forums und dessen Experten-Team (siehe Seite
"Mittelmeerkrankheiten" auf dieser HP) lassen wir die Tiere untersuchen
und gezielt behandeln (aufgrund des Zusammenspiels aller Blutwerte)
und hatten bisher damit durchweg positive Erfahrungen :-)
Frau Dose wurde dies also auch alles genau erklärt, sie sagte JA
zu Leonie und war bereit, Leonie bei allen anfallenden Untersuchungen
zur Seite zu stehen.
Leonie flog dann also per Flugpate im Mai 2007
nach Deutschland :-)
Sie fühle sich gleich sehr wohl bei Frau Dose und auch
Pflegefrauchen liebte Leonie vom ersten Moment an. Leonie fühlte
sich sehr schnell sehr wohl in ihrem "neuen Domizil".
Im Juli
2007 wurde dann bei Leonie das erste mal Blut abgenommen.
Leider mit einem nicht so schönen Ergebnis.
Leonie leidet nicht nur an der recht aktiven Leishmaniose, sondern auch
an eine Blutarmut und einer Niereninsuffizinz. Leonie darf ab sofort
nur einen bestimmten und korrekt einzuhaltenden Ernährungsplan zu
sich nehmen. Wir haben Frau Dose all diese Sachen besorgt, sie wird
also nun täglich für Leonie "kochen". Leonie darf keinerlei
Leckerlies, Trofu oder gar irgendein Dosenfutter bekommen. Die
Proteinzufuhr
ihres täglichen Essens MUSS genau kontrolliert sein, eben wegen
der schlechten Nierenwerte.
Mit sämtlichen Zusätzen wie dem Allopurinol, dem Ipakitine
und Relevia hat diese "Grundausstattung" uns bisher ca. 120€ gekostet.
Mit allen bisher schon durchgeführten Blutuntersuchungen in
Spanien und Deutschland belaufen sich die Kosten für Leonie schon
auf ca. 350€. Tendenz weiter steigend, da Leonie jetzt regelmässig
untersucht werden muss.
Fr. Dose muss nun immer noch die frischen Zutaten kaufen, das
wären das Fleisch und die Gemüse- und Getreideprodukte.
Und dafür haben wir nach Paten gesucht, die Frau Dose und Leonie
unterstützen. Diese haben sich glücklicherweise auch
gefunden, nämlich Heidi Holtkamp und Ute Graf. Danke an Euch beide!
Der tägliche Futterplan auf 3 Mahlzeiten sieht dann so aus:
- 100g Hühnerfleisch ohne Haut
- 100g Zucchini gedünstet (klein gewürfelt oder Matsche)
- 50g Karotten gedünstet (zerdrückt)
- 100g Kartoffelnzerdrückt)
- 100g Maisgriess fertig gekocht gewogen sind ca. 50 bis 60g Rohgewicht
- anstatt Maisgries gekocht , darf sie auch mal weich
gekochten Reis oder Hartweizennudeln verwenden.
- 25 g sehr reife Banane
- ca. 1 bis 2 Eßlöffel Molke oder Buttermilch
- 10 Tropfen Nachtkerzenöl
- 1 Kapsel Lachsöl mit ca. 300 bis 500 mg
- 1 Kapsel Vitamin C und Zink gibt es beim Aldi zu kaufen
- ½ Kapsel des Vitamin B Komplex
- 1 Teelöffel Kokosnussraspel
- 1/2 Kapsel Artischokenpulver oder 1 Teelöffel voll
Artischokensaft
Prakt. Tierärztin
Astrid Kraft LABOKLIN GmbH
Ihlpool 4 Prinzregentenstr. 3
23701 Eutin 97668 Bad Kissingen
Deutschland Tel-Nr.: 0971-72020
Eingangsdatum: 14-07-2007
Angaben zum Patienten: Hund Mischling "Leonie"
weiblich kast. 3 Jahre
Probenentnahme: 13-07-2007
Patientenbesitzer: Bad Friedrichshall, TSV (Leonie)
Probenmaterial: Blut/Serum
Befund-Nummer: 0707-S-64034
Messgrößen Ist Normalwert
Klinische Chemie (photometrisch)
a-Amylase 1650 U/l bis 1650
Lipase 23.5 U/l bis 300
Fructosamine 137.2 µmol/l bis 374
Triglyceride 1.00 mmol/l bis 3.9
Cholesterin 6.1 mmol/l 3.1-10.1
Bilirubin-gesamt 3.6 µmol/l + bis 3.4
AP 7 U/l bis 108
GLDH 2.5 U/l bis 6
g-GT 1.3 U/l bis 5
ALT(GPT) 15.9 U/l bis 55
AST(GOT) 20.1 U/l bis 25
CK 31.8 U/l bis 90
Gesamteiweiß 77.1 g/l + 54-75
Albumin 26.7 g/l 25-44
Globuline 50.4 g/l + 25-45
Harnstoff 32.3 mmol/l + 3.3-8.3
Kreatinin 238.3 µmol/l + 35-106
Phosphat-anorg 2.3 mmol/l + 0.7-1.6
Magnesium 1.3 mmol/l 0.6-1.3
Calcium 2.5 mmol/l 2.3-3.0
Kalium 4.4 mmol/l 3.5-5.1
Natrium 143 mmol/l 140-155
Eisen 20.6 µmol/l 19.7-30.4
Blutbild (Laserstreulicht-Methode)
* Erythrozyten 5.46 T/l - 5.5 - 8.5
* Hämatokrit 0.41 l/l - 0.44-0.52
* Hämoglobin 136 g/l - 150-190
* Leukozyten 7.8 G/l 6.0-12.0
* Segmentkernige 48 % - 55-75
* Lymphozyten 42 % + 13-30
* Monozyten 5 % + 0-4
* Eosinophile 4 % 0-6
* Basophile 0 % 0
* Stabkernige 1 % 0-4
* Hypochromasie neg. neg.
* Anisozytose neg. neg.
Thrombozyten 190 G/l 150-500
Differentialblutbild (absolute Zahlen)
* Segmentkernige (.. 3.7 G/l 3.0-9.0
* Lymphozyten (abs.. 3.3 G/l 1-3.6
* Monozyten (absol.. 0.4 G/l 0.04-0.5
* Eosinophile (abs.. 0.3 G/l 0.04-0.6
* Basophile (absol.. 0.0 G/l bis 0.04
* Stabkernige 0.1 G/l bis 0.5
Reiseprofil Balearen, Kanaren, Griechenland, Italien
Kroatien, Portugal, Albanien
Babesien Antikörper (IFAT)
Titer: 1:40
Bewertung:
< 1:20: Es konnten keine Antikörper nachgewiesen werden. Gründe
können sein: keine Infektion, Probenentnahme vor Sero-
konversion (ca. 10 Tage p.i.), Immunsuppression im Rahmen
von Babesiosen mit verzögerten /fehlenden Antikörper-
spiegeln. Der Direktnachweis der Parasiten ist daher
immer anzustreben. (Rücksprache mit dem Labor über das
Procedere ist empfehlenswert.)
/=1:40:Der Nachweis von Antikörpern spricht für das Vorliegen
einer Infektion. Therapie der Wahl erfolgt mit Imidocarb.
Ehrlichien-Antikörper (IFAT)
Titer: < 1:20
Interpretation:
Titer ab 1:40 als positiv angesehen, wobei der klinische
Befund häufig wenig spezifisch ist. Die Behandlung erfolgt
i.a. mit Tetrazyklin (3xtägl.22mg/kg) oder mit Doxyzyklin
(10-25 mg/kg) über mind. 14 Tage oder mit Imidocarb
5-7 mg/kg 2x im Abstand von 14 Tagen.
Zum Ausschluß einer Anaplasmose (früher Ehrlichia
phagozytophilum), sollte zusätzlich die serologische
Abklärung von Anaplasma phagozytophilum erwogen werden.
Leishmanien-Antikörper (ELISA)
Leishmanien-AK 12.7 LE bis 0.9
Interpretation (neu, geändertes Testlayout)
Antikörpertiter kleiner 0.9 LE gelten als negativ, Werte
über 1.1 LE als positiv. Fragliche Werte (0.9-1.1) sind im
Zusammenhang mit der Klinik bzw.weiteren Befunden (Anämie)
zu interpretieren.
Leichte Kreuzreaktionen sind mit Babesien und Trypanosomen
beschrieben. Fragliche Ergebnisse sollten daher kontrolliert
werden (frühestens 3-4 Wochen nach Erstbefund).
Nachweis von Hepatozoon canis (PCR)
Hepatozoon canis negativ
Knott-Test (Mikrofilarien-Nachweis)
Knott-Test negativ negativ
Eiweiß-Elektrophorese:
A/G-Quotient 0.52 0.59-1.11
Albumin 34.2 % --- 47-59
alpha-Globulin 11.1 % 9-15
beta-Globulin 19.8 % 14-24
gamma-Globulin 34.9 % +++ 8-18
häufige Gründe für veränderte Elektrophorese-Muster:
erniedrigte Albumin-Werte: z.B. bei Eiweiß-Verlust über Darm oder
Niere, bei Leberzirrhose und Neoplasien.
polyklonale Gammopathien: z.B. bei chronischen Entzündungen, Para-
sitosen, Neoplasien, Immunerkrankungen
Hund: am häufigsten assoziiert mit Hautparasiten oder Pyoder-
mien( beta- und gamma-Fraktion betroffen).
Katze: am häufigsten assoziert mit FIP (g-Fraktion).
monoklonale Gammopathien: z.B. multiple Myelome, Lymphosarkome,
seltener auch bei Infekten
erniedrigter g-Globulin-Wert: z.B. Immunsuppression,Immundefizienz
Befundkopie an TSV Bad Friedrichshall
*** ENDE des Befundes ***
FrDr. Klein
Abt. klin.Labordiagnostik
Rechnung an /#16219 Tierschutz Ayuda / Frau Sabine Baumbusch
Nun haben wir September 2007 und es war wieder soweit.
Leonie und ihr Frauchen sollten also wieder zur Blutabnahme, um festzustellen ob die Nierenwerte sich durch den speziellen Ernährungsplan erholt haben oder nicht. Wir haben alle gebangt und gehofft, dass dem so ist, wirklich glauben wollte es keiner als die Ergebnisse kamen:
Alle Werte sind um ein vielfaches besser, als wir es uns zu wünschen gewagt hätten! Leonies Frauchen hat sich ganz genau an den für sie erstellten Ernährungsplan gehalten und diesem Engagement hat Leonie es zu verdanken, dass das Blutbild nun so toll geworden ist; und das fiel Frauchen wegen Leonies enormen Hungers nicht immer leicht - aber sie blieb eisern :-)))
Hier die jetzigen Werte, wiederum die noch erhöhten Werte in FETT gekennzeichnet, die Werte, die sich stabilisiert haben haben wir UNTERSTRICHEN gekennzeichnet.
Eingangsdatum: 05-09-2007
Angaben zum Patienten: Hund Bretone "Leonie"
weiblich 3 Jahre
Probenentnahme:
Patientenbesitzer: Bad Friedrichshall, TSV (Leonie)
Probenmaterial: Blut/Serum
Befund-Nummer: 0709-S-32638
Messgrößen Ist Normalwert
Klinische Chemie (photometrisch)
a-Amylase 1051 U/l bis 1650
Lipase 21.7 U/l bis 300
Fructosamine 156.5 µmol/l bis 374
Triglyceride 0.90 mmol/l bis 3.9
Cholesterin 4.9 mmol/l 3.1-10.1
Bilirubin-gesamt 0.7 µmol/l bis 3.4
AP 19 U/l bis 108
GLDH 1.9 U/l bis 6
g-GT 2.1 U/l bis 5
ALT(GPT) 12.9 U/l bis 55
AST(GOT) 15.2 U/l bis 25
CK 32.1 U/l bis 90
Gesamteiweiß 73.3 g/l 54-75
Albumin 30.4 g/l 25-44
Globuline 42.9 g/l 25-45
Harnstoff 6.5 mmol/l 3.3-8.3
Kreatinin 92.2 µmol/l 35-106
Phosphat-anorg 1.6 mmol/l 0.7-1.6
Magnesium 0.8 mmol/l 0.6-1.3
Calcium 2.8 mmol/l 2.3-3.0
Kalium 4.1 mmol/l 3.5-5.1
Natrium 146 mmol/l 140-155
Eisen 19.9 µmol/l 19.7-30.4
Blutbild (Laserstreulicht-Methode)
* Erythrozyten 6.03 T/l 5.5 - 8.5
* Hämatokrit 0.48 l/l 0.44-0.52
* Hämoglobin 143 g/l - 150-190
* Leukozyten 14.6 G/l + 6.0-12.0
* Segmentkernige 42 % - 55-75
* Lymphozyten 48 % + 13-30
* Monozyten 5 % + 0-4
* Eosinophile 5 % 0-6
* Basophile 0 % 0
* Stabkernige 0 % 0-4
* Hypochromasie neg. neg.
* Anisozytose neg. neg.
Thrombozyten 222 G/l 150-500
Differentialblutbild (absolute Zahlen)
* Segmentkernige (.. 6.1 G/l 3.0-9.0
* Lymphozyten (abs.. 7.0 G/l + 1-3.6
* Monozyten (absol.. 0.7 G/l + 0.04-0.5
* Eosinophile (abs.. 0.7 G/l + 0.04-0.6
* Basophile (absol.. 0.0 G/l bis 0.04
* Stabkernige 0.0 G/l bis 0.5
Eiweiß-Elektrophorese:
A/G-Quotient 0.71 0.59-1.11
Albumin 41 % -- 47-59
alpha-Globulin 10.6 % 9-15
beta-Globulin 22.5 % 14-24
gamma-Globulin 25.9 % +++ 8-18
häufige Gründe für veränderte Elektrophorese-Muster:
erniedrigte Albumin-Werte: z.B. bei Eiweiß-Verlust über Darm oder
Niere, bei Leberzirrhose und Neoplasien.
polyklonale Gammopathien: z.B. bei chronischen Entzündungen, Para-
sitosen, Neoplasien, Immunerkrankungen
Hund: am häufigsten assoziiert mit Hautparasiten oder Pyoder-
mien( beta- und gamma-Fraktion betroffen).
Katze: am häufigsten assoziert mit FIP (g-Fraktion).
monoklonale Gammopathien: z.B. multiple Myelome, Lymphosarkome,
seltener auch bei Infekten
erniedrigter g-Globulin-Wert: z.B. Immunsuppression,Immundefizienz
*** ENDE des Befundes ***
FrDr. Klein
Abt. klin.Labordiagnostik
Rechnung an /#16219 Tierschutz Ayuda / Frau Sabine Baumbusch - 1 -
Leonie muss nun weiter ihren leicht veränderten Ernährungsplan einhalten. Trockenfutter gehört erstmal der Vergangenheit an. Aber anhand dieses bisher tollen Erfolgserlebnisses ist das wohl kein Übel - Frauchen Fr. Dose macht das so klasse, sie würde das Kochen sicher vermissen *g* Wenn Leonie keine weiteren Beschwerden hat, dann sollte in spätestens 3 Monaten erneut die Werte gecheckt werden; selbstverständlich werden wir das tun und auf noch bessere Blutwerte hoffen!
Wir werden hier fortlaufend über den weiteren Krankheitsverlauf berichten.
