Liebe "Frankie-Freunde",

aufgrund einiger weniger schöner Umstände haben wir den "Fall Frankie" wieder mit auf unsere HP genommen. Wir bekommen doch sehr viele Nachfragen - gerade von den damaligen Spendern - was aus dem kleinen Mann denn nun geworden ist. Wir haben Frankie in einer Pflegestelle in der Schweiz unterbringen können und dachten, dass seine Odyssee endlich ein Ende gefunden hat. Leider haben wir uns da offensichtlich mehr als nur getäuscht.....

Gerne würde wir Frankie hier in Deutschland untersuchen und behandeln lassen, jedoch kommen wir an Frankie nicht mehr heran. Die Geschichte ist so traurig und belastet uns alle sehr, dass wir heute Ihre Fragen, was aus Frankie geworden ist, hier darzustellen.

    

Frankie flog Ende 2006 als gesunder Hund mit Helgard in die Schweiz zur Pflegestelle. Es handelte sich um die sog. "Windhundhilfe am Sustenpass", die damals wie heute sehr umstritten ist. Wir wollten uns dennoch selbst davon überzeugen, also wurde beschlossen, dass Helgard mit Frankie dort selbst hinfliegen wird um diesen Ernst Vock kennenzulernen. Wir wollten uns nicht dem Geschwätz anschließen, sondern uns ein eigenes Bild machen.
 
Es gab dort eine Situation, die unsere Helgard überhaupt nicht für "hundegerecht" empfand (ich denke jeder weiß was wir damit meinen, aber das soll hier nicht das Thema sein), jedenfalls war sie doch sehr erschrocken, was sie dort vorfand. Unsere Helgard sieht in Spanien jeden Tag schlimme Haltungen von Hunden, aber das dort bei diesem Menschen hat ihr doch sehr zu denken gegeben, zumal sie ja in dem Glauben dort hingefahren ist, dass man ihm Unrecht tut.

Sie fand aber auch nicht alles schlecht, also haben wir ihm Frankie damals überlassen, da es seinen eigenen Tieren offensichtlich an nichts fehlte. Helgard glaubte an das Gute in diesem Menschen, sagte aber schon von der Schweiz aus zu uns am Telefon, dass er viel zu viele Tiere hat und einige der kleinen Hunde völlig untergehen. Dies hat sie ihm auch direkt vor Ort ins Gesicht gesagt. Sie bat den Betreiber dieser "Hundehilfe am Pass in den Schweizer Bergen" (fortlaufend von uns nun einfach mal WHH-CH genannt) den Zustand gewisser Dinge schnell zu ändern.

Wir haben dem Betreiber also unseren Hund (Frankie) zur Pflege überlassen, wie gesagt, Helgard empfand die Tierschutzansätze jener Person nicht als schlecht, sondern einfach als so, dass man mit so vielen Hunden ganz alleine völlig überfordert ist. Frankie war in  Spanien ein Rudeltier (wir haben ihn dort selbst gesehen kurz bevor er in die Schweiz kam), Frankie hatte mit anderen Hunden keine Probleme und diese mit ihm auch nicht. Heute bei dem Betreiber der WHH-CH gibt es nur Bilder mit Rudel zusammen drinnen, draußen wird er separat an einer Leine in einem anderen Gehege gehalten (so sieht man das jedenfalls auf Bildern seiner HP). Uns wurde mitgeteilt, dass Frankie nicht länger als ein paar Minuten gehen dürfte, geschweige denn rennen, eine Besucherin, die jedoch erst vor einigen Wochen am Sustenpass war, erzählte uns, das Frankie dort lauffreudig die vielen Treppen hoch und runter rennt. Uns wurde vor geraumer Zeit sogar erzählt, da Frankie das nicht kann, müsse man ihm evtl. einen Lift bauen.

Wir wissen heute, wir haben da eine völlige Fehlentscheidung gemacht, den Hund dort zu lassen.

Die besagte Person mailte und sagte uns immer wieder, es gäbe immer mehr gesundheitliche Probleme mit Frankie, er habe plötzlich Epilepsie und das Beinchen mache auch Probleme. Man muss noch dazu sagen, Frankie hatte als Welpe mit seinem Beinchen ein Problem wegen zu kurz geratenen Bänder, die letzten 4 Monate in Spanien hat das allerdings keine Probleme mehr gemacht und wurde vom TA dort als ok angesehen.

Zum  damaligen Spendenaufruf und Frankie Geschichte bis Herbst 2006 lesen Sie bei Interesse bitte HIER.

(Diesen Aufruf kennt von Ihnen inzwischen fast eh jeder noch.)

Stress löst bei manchen Hunden manchmal Epilepsie aus, das hatten wir auch schon, in Spanien jedenfalls hatte Frankie in all den vielen Monaten nicht mal die geringsten Anzeichen einer evtl. Epilepsie, bei der WHH-CH aber plötzlich doch (so wurde uns das jedenfalls mitgeteilt). Fortan gab es plötzlich fast täglich alle möglichen Krankheiten mit seinem einen Beinchen, mal die Schulter, mal die Elle... wir sorgten uns um "unseren" Frankie (der uns ja nicht mehr gehört).

Der Betreiber der WHH-CH hat sich angeboten, Frankie einen schönen Lebensabend zu bieten, er bat, dass Frankie doch bitte bei ihm bleiben sollte. Wir überlegten einige Tage hin und her und da Frankie mit all diesen Krankheiten kaum eine Aussicht auf Vermittlung hatte (er hatte bis zum damaligen Zeitpunkt keinen einzigen Interessenten) sagten wir also "JA". Es wurde ein Schutzvertrag gemacht und Frankie wurde ihm für 0€ überlassen. Uns war die SG in diesem Falle egal, wir dachten Frankie wird dort geholfen, da Untersuchungen gleich dann losgehen sollten. Dies alles geschah im Dezember 2006.
Eine unserer Damen, Margit, stand bis vor Kurzem noch mit dem Betreiber in Kontakt, wollte jetzt, im MAI endlich mal einen Bericht sehen und wollte auch die Behandlung bezahlen, bevor dem Tier ein Bein genommen wird oder Frankie gar eingeschläfert wird (dieser Satz ist wohl auch gefallen und das haben wir wiederum nur über eine Dame gehört, die damals wegen einer anderen Angelegenheit selbst  vor Ort war und die uns über diese Aussage informiert hat).

Nach nunmehr fast 6 Monaten müsste es doch mal irgendwann eine Art Zwischenbericht geben oder ist das zuviel verlangt? Wir haben bis heute gar nichts über Frankies Krankheitszustand, außer bis kürzlich wöchentlich wechselnde Krankheitsbilder per email an Margit.

Irgendwann wurde der Kontakt dann gänzlich eingestellt und wir durften stattdessen "Karriere" auf seiner Tierschmutzseite machen. So, wie die anderen Orgas vor uns, die offensichtlich ähnliche Probleme hatten/haben. Wir sind natürlich, wie schon all die anderen Orgas vor uns auch, die ihm Tiere anvertraut haben, die Bösen.

Da der Betreiber der WHH-CH auch die finanzielle Hilfe von Margit nicht wollte, fragen wir uns natürlich nun schon, warum das so ist?!

Da ist es dann doch nicht ungewöhnlich, dass man denkt, den Tier wird die Hilfe verwährt, oder? Wenn jemand immer wieder sagt, Frankie geht uns nichts mehr an?! Wir vermitteln bundesweit unsere Tiere, stehen mit allen eigentlich ein Leben lang regelmäßig in Kontakt und auch bei anfallenden TA-Kosten versuchen wir, im Rahmen unserer Möglichkeiten, auch dann noch zu helfen, wie das wohl fast jede andere Orga auch macht.

Wir machen uns jedenfalls die größten Vorwürfe, dass wir Frankie ihm überlassen haben, in dem Glauben, er würde sich liebevoll um ihn kümmern.

Wir glauben, das Leben dieses Hundes haben wir nach allen Aussagen, die wir nun gehört haben, auf dem Gewissen....

Wir können leider nichts mehr ändern, wir wollten Frankie nun wenigstens die finanziellen Mittel zukommen lassen, die damals auch SIE für Frankie in besagtem Spendenaufruf gegeben haben.

Es liegt uns nichts mehr am Herzen, als dass Frankie von einem weiteren Spezialisten hier in Deutschland einfach nochmals untersucht wird. 
Und das wird unserer Meinung nach diesem Hund verwährt. Wieso warten wir sonst seit 6 Monaten auf einen klitzekleinen Bericht von irgendeinem der vielen Ärzte in der Schweiz, wo Frankie angeblich überall schon war? Wir bekommen dann zu hören, die Schweizer Ärzte haben etwas besseres zu tun, als andauernd Berichte zu schreiben... Außerdem sind die deutschen Ärzte alles eh nur Pfuscher, in der Schweiz sei das alles anders.

Und nicht nur das, es fallen Aussagen wie der Hund wird in 2 Jahren eingeschläfert werden müssen... Da darf man sich doch als Überlasser Sorgen um sein Tier machen denke ich.

Simone P., mit der wir seit 2006 in Spanien immer mal wieder zusammenarbeiten, hat sich bei Vock im Juli 2007 auch nach Frankie erkundigt.
Es kam allerdings leider auch durch Sie diesbezüglich nichts über Frankies  Befund heraus, das einzige was sie zu berichten hatte, war dass wir von Ayuda ein ganz schlimmer Trupp seien - aber da sind wir ja nicht die einzigen.
Simone P. merkte nach einigen Telefonaten anscheinend recht schnell, dass auch sie nichts konkretes erfahren wird. Es wurde nur über uns geschumpfen und sie hatte den Eindruck dass sie lediglich für private Schmutzkampagnen gebraucht wurde und zog es dann vor, sich da schnell wieder zurückzuziehen.
Laut E.V. seinen Aussagen auf seiner HP hat Simone P. ja angeblich alle Details bekommen, die sie uns - ihren KOLLEGINNEN - dann wohl vorenthält. Müssen wir das verstehen? Nein, nun denn einen Versuch war Simones Engagement dennoch allemal Wert...

Uns macht das alles sehr, sehr traurig.

Bine und AYUDA-Team