Anders
– aber trotzdem glücklich
Hunde
mit Handicap
Herausgegeben von Anke Dalder
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272
Seiten, ISBN 978-3-927708-39-6, 19,90 Euro MariPosa
Verlag 2007 Von
Albina bis Zausel – jeder ist ein besonderer Hund, weil er ein Handicap
hat, das ihn von normalen Hunden unterscheidet: Er ist körperlich
behindert, alt, krank oder reagiert aufgrund seiner Erfahrungen
verhaltensauffällig. Ihre
Besitzer scheuen keine Mühen und entwickeln allerlei Fantasie,
aber dieser Einsatz wird belohnt. Die 60 hier zusammengetragenen
Geschichten zeigen, dass Hunde mit Handicap »trotzdem
glücklich« sind und ihren Menschen viel Freude bereiten.
Dennoch spricht manch einer ihnen das Recht zu leben ab. Dieses Buch
beseitigt Zweifel und räumt mit Vorurteilen auf. |
»Man
wirft ein Leben nicht weg, nur
weil es ein wenig beschädigt ist.« Diesen Satz eines
unbekannten Autors würden
sicher alle Menschen unterschreiben, doch wie sieht die Wirklichkeit
aus, wenn
man ein behindertes Tier sieht?
»Dass
Sie den nicht wieder
zurückgegeben haben!« »So ein Hund gehört
eingeschläfert, es ist doch eine Qual
für ihn zu leben.« Solche und ähnlich schockierende
Sätze müssen sich Besitzer
dieser Tiere immer wieder anhören, ebenso zweifelhafte Prognosen
und Klischees,
dass man nur Probleme bekäme und »solche Hunde« bissig
und gefährlich wären.
Wie so oft, ist es Unwissenheit und manch ein Mensch entschuldigt sich
später
für sein vorschnelles Urteil, wenn er sich nähere
Informationen über die
Sachlage verschaffen konnte und sich auf das Neue erst einmal
eingelassen hat.
Unsicherheit
und Skepsis machen aber
auch vor erfahrenen Hundebesitzern nicht halt, wenn sie zum ersten Mal
einen
Handicap-Hund haben. Da es kaum geeignete Literatur und auch im
Internet wenig
helfende Hinweise gibt, schleichen sich Denkfehler ein. Nur im
Zusammenleben
wird klar: Ein behinderter Hund »grübelt« – im
Gegensatz zu einem behinderten
Menschen – nicht über seine Behinderung nach. Daher kann er sich
prächtig
entwickeln und ein fröhliches, ausgeglichenes Tier werden, das
jeden einzelnen
Tag aufs Neue genießt und vor Lebensfreude geradezu strotzt. Die
Wunden heilen,
das Vertrauen kommt wieder und manch ein bereits totgesagter Hund
»entscheidet
sich«, es doch noch etwas länger zu versuchen.
Dabei
sind Pflege und Erziehung nicht
immer schwerer als bei anderen Hunden. Aber es lohnt sich auch,
Strapazen auf
sich zu nehmen und manchmal einen längeren Weg zu gehen. Darin
sind alle
Besitzer sich schließlich einig. Sie möchten keinen Tag mehr
ohne ihre
Lieblinge sein, empfinden sie als absolute Bereicherung und entscheiden
sich
immer wieder für eine solche Aufgabe. Hunde mit Handicap zeigen
jeden Tag ihre
Dankbarkeit und möchten nur eines: dem Menschen, der sie liebt,
gefallen und
ihm ihre ganze Liebe schenken, auch wenn sie vorher noch so viel Qual
und
Unrecht erdulden mussten.
Der
wiedergewonnene Lebenswille und die
schier unendliche Zuversicht lassen die Besitzer manchmal sogar eigenes
Leid
vergessen, zumindest aber kann die Einstellung dazu grundlegend
verändert
werden. Passiert dem blinden Hund Jesse z. B. ein Missgeschick,
schüttelt er
sich kurz und weiter geht’s. Auf Mitleid kann er verzichten und auch
seine
Kumpel, deren Geschichte in diesem Buch aufgeschrieben ist,
stellvertretend für
viele andere Schicksale.
Hunde
mit Handicap: Ob körperlich oder
geistig behindert, stigmatisiert durch Alter, Krankheit oder
Rassenzugehörigkeit, aus dem Ausland oder aus zweiter, manchmal
auch dritter
oder vierter Hand – haben nicht alle eine Chance verdient? Warum soll
man ihnen
ihr Leben nehmen, wenn sie keine Schmerzen haben und nicht leiden?
Das
Buch gibt viele Antworten auf
Zweifel und Vorurteile. Dabei ist es unterhaltsam und informativ
zugleich.
Hunde
mit Handicap sind Kämpfer mit dickem Fell und nicht selten echte
kleine Stars.
Zu
beziehen über die Herausgeberin Anke Dalder, Tel.: 06231/
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